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02.02.2010
Lieblingspfeile

Lieblingspfeil 1178
Handgemalter Hinweispfeil (Detail des Bildes unten)
Lieblingspfeil Nr. 1178
Handgemalter Pfeil

Hektisch mit einem Filzstift gemalter Pfeil.



Lieblingspfeil
Hinweise am Mauerpark, Berlin (genau auf der Grenze der Bezirke Wedding und Prenzlauer Berg).
"Wer kritzelt, der erlebt die Vorlust des Schreibens [... bezieht sich hier auf Rand-
zeichnungen
von Schriftstellern. Trotzdem
ist beides eine zu große Einengung: "des
Schreibens" und eben auch "Vorlust"].

Er bewegt schon die Schreibhand, schwärzt
das Papier, hinterlässt Zeichen und Struk-
turen, gibt den erträumten Figuren Ge-
sichter, ohne dass er sich der Mühe des
sorgfältigen Formulierens und der Askese
des genauen Denkens aussetzen müsste.
[Man kann auch schreiben, ohne sorgfäl-
tig zu formulieren oder präzise zu denken.
Und man kann genau kritzeln... ]

Er ist sprachlos glücklich oder unglück-
lich, konzentriert oder zerstreut. Oder
beides gleichzeitig: Er geht diesseits
oder jenseits der Linie, die das Schrei-
ben vom Nichtschreiben trennt, und
manchmal macht er auf dieser Linie
halt."



*  Aus dem Ankündigungs-
text zu: Randzeichen.
Drei Annäherungen an den schöpferischen Prozess
.
Bis 18. April 2010 im
Deutschen Literatur-
archiv Marbach.


*  Es gab viel Bilder, in
denen Texte, bzw.
Buchstabenfolgen,
auftauchten, die kei-
ne religiösen Dinge
vorstellten. Ganz
einfache Beispiele:
Namen von Stiftern
der Kunstwerke und
auch Ortsbezeich-
nungen.

01.02.2010
Schrift im Bild

Schlösser im Schnee
Schlösser im Schnee
Immobilien: Schlösser im Schnee – anders als vermutet eher trostlos als romantisch.
"Für die gotischen Maler ist das Bild so
selbstverständlich Wiedergabe der
Schrift, d. h. der Heiligen Schrift, dass
sie Schriftzeichen ins Bild hineinnehmen,
sei es als Spruchband, das zwischen
dem Übersinnlichen und dem Irdischen
vermittelt, zwischen dem Verkündigungs-
engel und Maria, sei es als Schriftzug
mit dem Namen der dargestellten Hei-
ligen.
* Das ändert sich erst in der Re-
naissance mit der Einführung des
pers-
pektivischen
[...] Bildraums. Jetzt
wird das Bild zur illusionistischen Dar-
stellung einer Szene. Es wird nicht mehr
vornehmlich als Teil der unabgeschlos-
senen Heilsgeschichte gelesen [... ist,
glaube ich, für die nun folgende Pointe
formuliert und ansonsten falsch], son-
dern als eine in sich
abgeschlossene
ästhetische Ganzheit
betrachtet.

Das hat Konsequenzen für die Anwesen-
heit von Schrift im Bild. Diese muss nun
motiviert werden (z. B. als Seite in ei-
nem aufgeschlagenen Buch), andernfalls
würde sie vom Betrachter als ein
die Il-
lusion störender Fremdkörper
emp-
funden."


Zitat: Schrift im Bild. Von: Peter Bürger,
30. Januar 2010, Neue Zürcher Zeitung


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Pfeil runter 31. Januar 2010
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